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Land : Kolumbien
Ort :Cartagena
Zustiftung :Strassenkinder
Projektname : Aluna: Fortbildungszentrum für Heilpädagogik
Lokaler Partner :Fundación Aluna, Grupo Colombo-Suizo
Projektart : Ausbildung von Ausbildern
Projekt Laufzeit :Dezember 2017 - August 2019
Projektstatus :beendet
Jährlich Begünstigte :200
Total Projekt : CHF 418'000
Beitrag Limmat : CHF 138'000
Beitrag Lokaler Partner : CHF 280'000


Bei Aluna werden behinderte Kinder aus armen Familien professionell betreut und ganzheitlich gefördert. Die Limmat Stiftung begleitet diese heilpädagogische Schule seit ihren Anfängen 1997. Damals legten Schweizer Sonderpädagogen mit wenig Mitteln und vielen guten Vorsätzen den Grundstein für Aluna, was in der Sprache der Kogui-Indianer «Geist, Hoffnung, Lebenshauch, Seele» heisst.

Das Niveau des pädagogisch-therapeutischen Angebots ist hoch. Das Krankheitsprofil jedes Patienten wird genau abgeklärt. Anschliessend erarbeiten Fachkräfte ein individuelles Förderprogramm, das auch Eltern und Verwandte der Kinder einbezieht. So lernen die Eltern, im Alltag mit der Behinderung ihres Kindes besser umzugehen und sie zu akzeptieren. Aluna begleitet dann betroffene Familien über längere Zeit. Die Fachleute von Aluna geben Verhaltensanleitungen, helfen bei der Finanzierung von Hilfsgeräten, beraten beim Schuleintritt und geben Ratschläge für gesündere Ernährung und Hygiene.

2015 finanzierte die Limmat Stiftung das Projekt Aluna-Mobil. Eine mobile Einsatztruppe von eigens auf diese Aufgabe vorbereiteten Sonderpädagogen und Sozialarbeitern betreut in den Slums von Cartagena Kleinkinder mit Verhaltensstörungen, geistigen, psychischen, körperlichen und sprachlichen Beeinträchtigungen. Bei sich zu Hause erhalten die kleinen Patienten zwei- bis dreimal pro Woche in ihrer gewohnten Umgebung eine professionelle heilpädagogische Frühförderung. Auch bei diesen Aktivitäten ist die Elternbeteiligung und Elternschulung ein Schwerpunkt.

Die Nachfrage nach Therapieplätzen bei Aluna ist gross. Entsprechend hoch ist auch der Bedarf an Fachkräften. Um die gewünschte Professionalität zu erreichen, schult Aluna kolumbianische Therapeuten und Lehrkräfte und bietet ihnen Praktikumserfahrung.

Zu diesem Zweck hat die Limmat Stiftung 2017/18 den Bau eines neuen Schulungsgebäudes mitfinanziert. Es bietet Platz für die Weiterbildung des Aluna-Teams und für Hochschulstudenten der Heilpädagogik. So können jährlich 120 Fachkräfte ausgebildet werden.

Das neue Haus bietet zudem Kursräume für die Familien der Kinder und für die Schulung von jährlich 150 Tagesmüttern, die im Rahmen des Programms Saberes eine Zusatzausbildung zur Betreuung von Kindern mit einem Handicap absolvieren.

 

 

Land : Kolumbien
Ort :Cartagena
Zustiftung :Strassenkinder
Projektname : Mobile Betreuung für behinderte Kinder aus den Slums
Lokaler Partner :Fundacion Aluna, Grupo Colombo-Suizo de Pedagogía Especial
Projektart : bedürftige Kinder
Projekt Laufzeit :Juli 2014 - Juni 2016
Projektstatus :beendet
Jährlich Begünstigte :400
Total Projekt : CHF 305'300
Beitrag Limmat : CHF 112'600
Beitrag Lokaler Partner : CHF 43'000
Beitrag Andere : CHF 150'000


Die Limmat Stiftung begleitet die Heilpädagogische Schule Aluna seit ihren Anfängen. 1997 entstand eine erste Therapiestation für 30 behinderte Kinder. Die Nachfrage nach dem damals neuen pädagogisch-therapeutischen Angebot war von Anbeginn enorm, sodass schon 2002 eine neue, moderne Schule für 300 behinderte Kinder gebaut werden musste, ebenfalls kofinanziert von der Limmat Stiftung. Zudem bot das Centro Aluna auch Aus- und Weiterbildungsgänge für Therapeuten und Lehrkräfte der Heilpädagogik an. Daran nehmen Studenten aus ganz Südamerika teil, wodurch sich die Ausstrahlung dieses Projektes auch auf andere Länder ausdehnt. Die Hauptaufgabe von Aluna besteht aber darin, behinderte Kinder aus ärmsten Familien professionell zu betreuen und sie ganzheitlich zu fördern.

Das Krankheitsprofil jedes Patienten wird genau abgeklärt. Anschliessend erarbeiten Pädagogen ein individuelles Förderprogramm, das auch Eltern und Verwandte der Kinder einbezieht. So lernen die Eltern, im Alltag mit der Behinderung ihres Kindes besser umzugehen und sie zu akzeptieren. Aluna begleitet dann betroffene Familien über längere Zeit: Verhaltensanleitungen, Finanzierung von Hilfsgeräten oder der Beistand zum Beispiel beim Schuleintritt gehören genau so dazu wie Ratschläge für gesündere Ernährung und Hygiene.

Elternbeteiligung und Elternschulung ist auch im neuen Projekt einer der Schwerpunkte. Eine mobile Einsatztruppe von eigens auf diese Aufgabe vorbereiteten Sonderpädagogen und Sozialarbeitern geht zu den behinderten Kleinkindern nach Hause. In ihrer gewohnten Umgebung erhalten die kleinen Patienten zwei- bis dreimal pro Woche eine professionelle heilpädagogische Frühförderung. Wichtig ist auch hier, dass die Eltern und Verwandten einbezogen und entsprechend instruiert werden, sodass sie ihr Kind im Alltag bestmöglich betreuen und unterstützen können.

Ein angestrebter Nebeneffekt dieser Hausbesuche ist ein besserer Kontakt mit den Slumbewohnern. Dank ihrer regelmässigen Präsenz hören Aluna-Mitarbeiter von auffälligen Kindern im Quartier, oder sie beobachten sie selbst während ihrer Visiten. So können Kinder, die eine Behinderung zeigen oder Entwicklungsverzögerungen erkennen lassen, früher erkannt werden. Diese zeitige Diagnose bzw. professionelle Heilbehandlung kann für betroffene Babys und Kleinkinder von entscheidender Wichtigkeit sein und ihr Leben positiv beeinflussen.

Ein schon im ersten Jahr feststellbarer Erfolg des Projekts ist eine präventive Wirkung: Durch den Einfluss der heilpädagogischen Fachkräfte in den Slums erkennen potenzielle Eltern bzw. werdende Mütter, welche Folgen z. B. Alkohol- und Drogenmissbrauch auf einen Fötus hat, sodass sie Suchtmittel zurückhaltender konsumieren.

Um das Betreuungsnetz für behinderte Kinder enger zu flechten, wird das heilpädagogische Aluna-Team ergänzt durch angelernte Madres Comunitarias. Das sind Tagesmütter, die im Quartier leben und gegen Bezahlung bei sich zu Hause Kinder betreuen. Das vorliegende Programm sieht vor, 150 Madres Comunitarias zu schulen, damit sie eine mögliche Behinderung bei ihren Schützlingen erkennen, melden und adäquat betreuen.

Dieses innovative Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird in enger Zusammenarbeit mit Plan International Schweiz durchgeführt.

Jubiläumsschrift Aluna

Land : Kolumbien
Ort :Cartagena
Zustiftung :Strassenkinder
Projektname : Heilpädagogische Schule - Centro Aluna
Lokaler Partner :Fundación Aluna
Projektart : bedürftige Kinder
Projekt Laufzeit :Januar 2002 - Dezember 2003
Projektstatus :beendet
Jährlich Begünstigte :50
Total Projekt : USD 275'000
Beitrag Limmat : USD 125'000
Beitrag Lokaler Partner : USD 150'000


Das im Jahr 2002 gestartete Projekt zum Bau einer modernen Schule für die Ausbildung und therapeutische Betreuung von 300 behinderten Kindern stellte eine Erweiterung des bereits 1999 in der Nähe von Cartagena entstandenen ersten heilpädagogischen Zentrums dar. Das grosse soziale Bedürfnis zeigt sich im Ausbau seiner Aufnahmekapazität, von anfänglich 35 auf 55 und Ende 2002 auf 150 Plätze. Mitten im Stadtgebiet von Cartagena liegt das neue Centro ALUNA, für Eltern und Schüler gut erreichbar. Die Fördermöglichkeiten der Kinder werden individuell ausgelotet zwecks Anpassung des Schulprogramms an ihre jeweilige Lern- und Leistungsfähigkeit. Die Eltern haben ebenfalls die Chance, sich pädagogische Grundkenntnisse anzueignen, die ihnen sowohl im familiären als auch im gesellschaftlichen Zusammenleben Sicherheit vermitteln sollen. Im Centro ALUNA besteht für Lehrkräfte der Heilpädagogik aus ganz Südamerika die Möglichkeit eine integrale fachliche Aus- und Weiterbildung zu absolvieren, wodurch sich die Ausstrahlung dieses Projektes auf andere Länder ausdehnen soll.